Cyberversicherung für Unternehmen & Selbstständige
Schützen Sie Ihr Unternehmen vor den finanziellen Folgen von Cyberangriffen. Ich erkläre Ihnen verständlich, was eine Cyberversicherung leistet – und was nicht.
Was ist eine Cyberversicherung?
Eine Cyberversicherung ist wie eine Feuerversicherung – aber für digitale Risiken. Sie schützt Ihr Unternehmen, wenn Hacker zuschlagen.
Einfach erklärt
Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen wird Opfer eines Hackerangriffs. Plötzlich funktioniert nichts mehr: Computer gesperrt, Daten verschlüsselt, Kunden können nicht bedient werden.
Eine Cyberversicherung hilft in dieser Situation auf zwei Arten:
- Soforthilfe: Sie erreichen rund um die Uhr IT-Experten, die den Schaden begrenzen.
- Kostenübernahme: Die Versicherung zahlt für Wiederherstellung, Betriebsausfall und Haftungsansprüche.
💡 Gut zu wissen
Die Cyberversicherung ist keine Standardversicherung. Jeder Tarif ist anders. Deshalb ist eine individuelle Beratung wichtig – ich prüfe, welcher Schutz zu Ihrem Unternehmen passt.
Typische Versicherungssummen: 250.000 € bis 5 Mio. €
Welche Risiken deckt sie typischerweise ab?
Diese Bedrohungen treffen täglich Unternehmen in Deutschland – unabhängig von Größe oder Branche.
Ransomware
ErpressungssoftwareStellen Sie sich vor, Sie kommen morgens ins Büro und kein Computer funktioniert mehr. Alle Ihre Dateien – Aufträge, Kundendaten, Buchhaltung – sind verschlüsselt. Auf dem Bildschirm steht eine Lösegeldforderung: „Zahlen Sie 50.000 € in Bitcoin, oder Ihre Daten sind für immer verloren.“
Phishing
Gefälschte E-MailsEine E-Mail von Ihrer „Bank“ bittet Sie, Ihre Zugangsdaten zu bestätigen. Die E-Mail sieht täuschend echt aus – Logo, Absender, alles stimmt. Doch der Link führt zu einer gefälschten Seite. Ein Klick, und Kriminelle haben Zugang zu Ihrem Konto.
Rechnungsbetrug
IBAN-ManipulationEin Kunde erhält eine echte Rechnung von Ihnen – aber die Bankverbindung wurde von Hackern geändert. Der Kunde überweist 15.000 € an Betrüger. Sie haben die Ware geliefert, aber das Geld ist weg. Wer haftet?
Datenpanne
DSGVO-VerstoßKundendaten werden gestohlen und im Internet veröffentlicht. Sie müssen alle Betroffenen informieren, die Datenschutzbehörde einschalten – und es drohen Bußgelder bis zu 4% Ihres Jahresumsatzes.
Betriebsunterbrechung
Stillstand = VerlustNach einem Angriff stehen Ihre Systeme still. Keine Aufträge, keine Produktion, keine Rechnungen. Aber die Miete läuft weiter, die Gehälter müssen bezahlt werden. Wie lange können Sie das durchhalten?
Social Engineering
Menschliche SchwächeEin Anrufer gibt sich als IT-Support aus und bittet einen Mitarbeiter um sein Passwort. Oder der „Chef“ schreibt per WhatsApp, dass dringend eine Überweisung getätigt werden muss. Menschen sind oft das schwächste Glied.
Typische Leistungsbausteine
Je nach Tarif und Anbieter können folgende Bausteine enthalten sein. Ich berate Sie, welche für Ihr Unternehmen sinnvoll sind.
Incident Response
Rund-um-die-Uhr-Hotline mit IT-Experten, die im Ernstfall sofort helfen. Schadensbegrenzung in Echtzeit, bevor der Schaden größer wird.
IT-Forensik
Professionelle Analyse: Wie kam der Angreifer rein? Was wurde kompromittiert? Wichtig für Beweissicherung und um zukünftige Angriffe zu verhindern.
Betriebsunterbrechung
Ersatz für entgangenen Gewinn und fortlaufende Kosten (Miete, Gehälter) während Ihre Systeme stillstehen.
Datenwiederherstellung
Kosten für die Wiederherstellung verlorener oder beschädigter Daten durch Spezialisten.
Haftpflicht & DSGVO
Schutz bei Ansprüchen Dritter (z.B. Kunden, deren Daten gestohlen wurden) und behördlichen Bußgeldern.
Erpressungszahlungen
In manchen Tarifen: Erstattung von Lösegeldzahlungen (nach sorgfältiger Abwägung und Abstimmung mit Behörden).
Was ist oft NICHT abgedeckt?
Transparenz ist mir wichtig. Hier sind typische Ausschlüsse und Stolperfallen.
Typische Ausschlüsse
Wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter absichtlich einen Schaden verursachen.
Wenn Sie von einer Sicherheitslücke wussten und nichts unternommen haben.
Systeme ohne Sicherheitsupdates (z.B. Windows 7) sind oft ausgeschlossen.
Staatliche Cyberangriffe oder Terrorakte sind meist nicht versichert.
Obliegenheiten (Ihre Pflichten)
Wichtig zu verstehen
Versicherer erwarten, dass Sie grundlegende Sicherheitsmaßnahmen umsetzen. Tun Sie das nicht, kann der Schutz eingeschränkt sein oder entfallen.
Mindestens wöchentlich, besser täglich. Backups müssen offline oder in der Cloud getrennt aufbewahrt werden.
Für alle externen Zugänge (E-Mail, VPN, Cloud) muss ein zweiter Faktor aktiviert sein.
Sicherheitsupdates müssen zeitnah eingespielt werden. Keine veralteten Betriebssysteme.
Regelmäßige Sensibilisierung für Phishing und Social Engineering.
Praxisbeispiele: So kann es passieren
Diese Szenarien sind fiktiv, basieren aber auf typischen Schadensfällen. Beispiele
Rechnung abgefangen
Ein Handwerksbetrieb schickt eine Rechnung über 12.000 € per E-Mail. Hacker fangen die E-Mail ab und ändern die Bankverbindung. Der Kunde überweist – aber an die Betrüger.
Der Handwerker hat die Arbeit geleistet, aber kein Geld erhalten. Der Kunde will nicht nochmal zahlen.
Die Cyberversicherung übernimmt den finanziellen Schaden und die Anwaltskosten für die Klärung.
Rechnungen telefonisch bestätigen lassen, verschlüsselte E-Mails nutzen.
Mailkonto übernommen
Ein Mitarbeiter klickt auf einen Phishing-Link. Sein E-Mail-Konto wird übernommen. Die Angreifer lesen mit, fangen Rechnungen ab und versenden gefälschte Nachrichten an Kunden.
Vertrauensverlust bei Kunden, mögliche Haftung für Schäden bei Dritten, DSGVO-Meldepflicht.
Die Versicherung zahlt IT-Forensik, Kundenbenachrichtigung und Reputationsmanagement.
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle E-Mail-Konten aktivieren.
Ransomware-Stillstand
Montag früh: Alle Computer zeigen nur noch eine Lösegeldforderung. Die Produktionssteuerung ist lahmgelegt, keine Aufträge können bearbeitet werden.
3 Wochen Stillstand, 150.000 € Umsatzausfall, Liefertermine können nicht eingehalten werden, Kunden springen ab.
Die Versicherung zahlt IT-Experten für die Wiederherstellung, den Betriebsausfall und ggf. Vertragsstrafen.
Regelmäßige Backups (3-2-1-Regel), Systeme aktuell halten, Mitarbeiter schulen.
DDoS-Angriff
Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft wird der Online-Shop mit Anfragen überflutet (DDoS). Die Website ist tagelang nicht erreichbar.
Umsatzausfall in der wichtigsten Verkaufszeit, Kunden wandern zur Konkurrenz, Werbebudget verpufft.
Die Versicherung übernimmt Kosten für DDoS-Abwehr, entgangenen Gewinn und Notfall-IT.
DDoS-Schutz beim Hoster buchen, Notfallplan erstellen.
So läuft ein Schadenfall ab
Was tun, wenn es passiert? Diese Schritte sollten Sie kennen.
Ruhe bewahren
Panik führt zu Fehlern. Dokumentieren Sie, was passiert ist.
Systeme isolieren
Trennen Sie betroffene Geräte vom Netzwerk (WLAN aus, Kabel ziehen).
Nichts löschen
Beweise sind wichtig für Forensik und Versicherung.
Hotline anrufen
Die 24/7-Hotline der Versicherung verbindet Sie mit Experten.
Behörden informieren
Bei Datenpannen: Datenschutzbehörde innerhalb 72 Stunden.
Mein Versprechen
Im Schadenfall bin ich Ihr erster Ansprechpartner. Ich begleite Sie durch den gesamten Prozess und koordiniere mit Versicherung und IT-Experten.
Cyber-Basismaßnahmen
Diese vier Maßnahmen reduzieren Ihr Risiko erheblich – und sind oft Voraussetzung für den Versicherungsschutz.
MFA aktivieren
Multi-Faktor-Authentifizierung für E-Mail, Cloud und VPN. Kostet nichts, schützt enorm.
Updates einspielen
Sicherheitsupdates sofort installieren. Automatische Updates aktivieren.
Backup 3-2-1
3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 davon extern/offline. Regelmäßig testen!
Awareness schaffen
Mitarbeiter für Phishing sensibilisieren. Verdächtige E-Mails melden.
Häufige Fragen zur Cyberversicherung
Was kostet eine Cyberversicherung?
Brauche ich als kleines Unternehmen wirklich eine Cyberversicherung?
Was ist der Unterschied zu meiner Betriebshaftpflicht?
Zahlt die Versicherung auch Lösegeld?
Was passiert, wenn ich die Obliegenheiten nicht erfülle?
Lassen Sie uns Ihr Risiko gemeinsam bewerten
In einem unverbindlichen Gespräch analysieren wir Ihre Situation und finden den passenden Schutz für Ihr Unternehmen.